Behandlung Prostatakarzinom

Bestrahlung bei Prostatakrebs

Ähnlich wie bei Röntgenaufnahmen können Sie die Strahlen weder sehen noch spüren. Die Strahlentherapie ist ein organerhaltendes Verfahren bei der Behandlung von Prostatakrebs. Sie wird unter bestimmten Voraussetzungen als gleichwertige Alternative zu einer Operation durchgeführt. Die Strahlentherapie kann auch nach einer OP noch zum Einsatz kommen.

Es gilt, die umliegenden Organe bestmöglich zu schützen.

Bei der Bestrahlung des Prostatakarzinoms kommt es vor allem darauf an, die Peniswurzel, den Enddarm, die Harnblase sowie die Harnröhre zu schonen und damit Nebenwirkungen zu vermeiden. Da sich die Prostata (Vorsteherdrüse) in der Mitte des Beckens bewegt, kann sich ihre Position ändern. Ein „Sicherheitssaum“ muss eingeplant werden, um zu gewährleisten, dass die gesamte Prostata bestrahlt wird. Im Idealfall fällt dieser „Sicherheitssaum“ so gering wie möglich aus. Je nach Voraussetzungen wird eine Prostatabestrahlung „von außen“ und/oder „von innen“ empfohlen.

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Bestrahlungstechniken bei Prostatakrebs:

BESTRAHLUNG „VON AUSSEN“

IMRT/RapidArc

Höhere und genauere Strahlendosierung bei schwer erreichbaren Tumoren

Mehr zu IMRT

Goldmarker

Implantierte Goldmarker zeigen eine genauere Position der Prostata an.

Mehr zu IGRT/Goldmarker-Implantation

BESTRAHLUNG „VON innen“

Brachytherapie

Passagere Einbringung von radioaktiven Implantaten in die Prostata (High-Dose-Rate)

Mehr zu Brachytherapie

Seed-Implantation

Schwach radioaktive Stifte (Seeds) werden in die Prostata eingesetzt

Mehr zur Seed-Therapie

Strahlentherapie bei Prostatakrebs

(4:47 Min.)

Mögliche Nebenwirkungen:

Infolge der Behandlung kann es zu akuten sowie chronischen Nebenwirkungen kommen wie etwa Müdigkeit, verstärktem Harndrang oder Durchfall. Diese sind jedoch durch die modernen Bestrahlungstechniken (IMRT, IGRT) seltener geworden. In der Regel ist die Bestrahlung bei Prostatakrebs eine gut verträgliche Therapie. Über die Risiken informiert Sie Ihr behandelnder Arzt ausführlich vor Beginn der Strahlentherapie. Um Nebenwirkungen möglichst gering zu halten, erhalten Sie zudem Empfehlungen unter anderem zur Hautpflege und Ernährung.

Wichtige Empfehlungen während der Strahlentherapie bei Prostatakrebs:

  • Trinken Sie ausreichend! – Dies hilft, Infektionen zu vermeiden.
  • 60-90 Minuten vor der CT und der Bestrahlung auf Toilette gehen (Wasserlassen und Stuhlgang). Bis zur Bestrahlung 0,5 Liter trinken (möglichst ohne Toilettengang).
  • Duschen Sie mit einer milden Waschlotion. Haut möglichst nicht reizen!

Schwimmen, Sauna, Vollbad, blähende Speisen sind nicht erlaubt.

Diese Informationen geben nur erste Anhaltspunkte. Für ein persönliches und ausführliches Erstgespräch vereinbaren Sie bitte einen Termin.